Jahresausflug des CDU-Gemeindeverband Linkenheim-Hochstetten

Besuch der Republik Steinacker

Der diesjährige Jahresausflug der CDU Linkenheim-Hochstetten führte in die Republik Steinacker in Zeutern, einem von vier Ortsteilen der Gemeinde Ubstadt-Weiher.

Die 18 Teilnehmer aus Linkenheim-Hochstetten wurden zusammen mit 14 Leuten aus Malsch an der S-Bahnhaltestelle vom Präsidenten der Republik Steinacker Erich Dreher unter den Klängen des Badnerliedes herzlich begrüßt. Mit der badischen Fahne voraus wurde das erste Ziel angesteuert. Vor der Kulisse eines schönen Fachwerkhauses, dessen Ursprünge auf das Jahr 1568 zurückgehen, erläuterte Herr Dreher den Ablauf des Tages und stellte uns die Historie des Gebäudes vor.

Das nächste Ziel war dann das älteste Haus in Zeutern, ein sogenanntes Firstständerhaus aus dem Jahr 1458. Hier erwartete uns bereits der Minister für Kultur und Geselligkeit der Republik Steinacker, Herr Hartmut Knaus. Er versorgte uns mit Getränken und frischen Brezeln. Gemeinsam sangen wir einige Strophen des Badnerliedes und machten uns dann auf den Weg zum ehemaligen Rathaus von Zeutern. Seit Zeutern Teil der Gemeinde Ubstadt-Weiher ist, dient das Rathaus nicht mehr als Sitz der Gemeindeverwaltung. Es gibt an diesem Gebäude aber noch den Pranger, in dem unser Vorsitzender Andreas Stampfer seine Verfehlungen gestand und daher mit einer geringen Strafe davonkam. Diese wurde gleich anschließend in der alten St. Martinskirche vollstreckt: Andi musste den Vorsänger beim Lied “Großer Gott wir loben Dich” geben. Unterstützt durch die hervorragende Akustik des Gebäudes machte er dabei eine gute Figur.

Durch den alten Friedhof ging es dann weiter zur Republik Steinacker. Nach der akribischen Kontrolle der Ausweispapiere standen wir dann vor dem fahnengeschmückten Amtssitz des Präsidenten der Republik. Ohne in die Details der Entstehung zu gehen lässt sich feststellen, dass die „Republik Steinacker“ keine Separatistenbewegung ist, sondern eine nachahmungswerte Nachbarschaftsinitiative, die das Leben miteinander und untereinander verschönt, verbessert und den Lebens- und Wohnwert in der Umgebung steigert. In der Nachbarschaft des Präsidialamts befinden sich die Amtssitze der meisten Ministerien, vor allem aber auch das republikanische Freizeitgelände. Wieder versorgte uns der zuständige Minister mit Vesper, Kaltgetränken, Kaffee und Kuchen, von der Präsidentengattin frisch gebacken. Und es begann nun der „Steinacker-Triathlon". Die Gäste aus Linkenheim-Hochstetten begannen mit der Disziplin Boule. Es wurden sechs Dreiermannschaften gebildet, die in mehreren Durchgängen um Punkte spielten.

Nach der ersten Disziplin Boule kam dann das Armbrustschießen. Der Präsident persönlich ließ es sich nicht nehmen, einigen ungeübten Schützen behilflich zu sein.

Um die dritte Disziplin durchführen zu können, war erst eine Wanderung durch die Zeuterner Gemarkung angesagt, u. a. durch einige Hohlwege, für die der Kraichgau bekannt ist. Ziel war das „Zeuterner Himmelreich“, wo die Disziplin „Saujagd“ anstand. Es galt, ausgestattet mit einem Holzgewehr und mit einem übergroßen Hut, der bis zu den Schultern reichte und dem Jäger die Sicht komplett nahm, im Vorwärtsgehen die auf einem Schild aufgemalte Sau zu treffen. Das gelang nicht so häufig, einige der Teilnehmer verloren die Orientierung sehr deutlich. Nun war es an der Zeit, für jeden Teilnehmer die Punkte zusammen zu zählen. Bei Punktgleichheit entschied die Disziplin „Wanderschlappenweitwurf“. Nach der Siegerehrung, bei der mit Andrea Stampfer, Irmtraud Becker und Petra Walter drei Damen die ersten Plätze belegten, wanderten wir zurück nach Zeutern und traten die umständliche Heimreise an: Bahnfahrt mit einmaligem Umsteigen nach Graben-Neudorf, von dort mit dem Auto nach Linkenheim-Hochstetten. Dort ließen wir den Tag bei einem guten Abendessen ausklingen.

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